Montags-Demos 2014 und das Geldsystem

Ein aus ästhetischer Sicht interessantes Phänomen greift zur Zeit um sich. Mehr und mehr Leute gehen auf die Straße, um der massenmedialen Kriegsvorbereitung gegen Rußland Paroli zu bieten und sich für den Frieden einzusetzen.

Die Berichterstattung aller offiziellen Medien, egal ob privat oder öffentlich-rechtlich läßt viele Deutsche, die noch in der DDR aufgewachsen sind, an die Aktuelle Kamera erinnern. Hier mal ein kleiner screenshot, der die unsägliche Dämonisierung des gewählten Präsidenten Rußlands verdeutlicht.

putin-zdf

Wer sich zu den von den Medien verschwiegenen Montagsdemos ein wenig informieren möchte, der Blogger Pascal Horn hat hier Quelle einige Infos zusammengetragen. Wer ist Pascal Horn? Zitat: „Hallo, mein Name ist Pascal Horn. Seit 2005 beschäftige ich mich nun intensiv mit dem Aufbau von Webseiten und seit 2007 liegt mein Fokus bei der Suchmaschinenoptimierung. Zurzeit arbeite ich bei der vioma GmbH als SEO Manager, um Kunden aus der Hotelerie-Branche im Netz populär zu machen.“

Für uns interessanterweise ziehen diese Montagsdemonstranten eine Verbindung zwischen den jetzt laufenden Kriegsvorbereitungen in der Ukraine und Syrien und dem Geldsystem. Diese Verbindung war schon dem Deutschen Sparkassenverband 1891 (!) bewußt.

Zitat:
Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. Um den damals auf drei Prozent gesunkenen Zinssatz vor einem weiteren Fall zu bewahren, müßten … die neuen Länder, beispielsweise Afrika, sehr rasch durch europäische Kapitalien erschlossen werden, damit einem solchen Sinken begegnet werde. Doch da auch das die sinkende Zinsentwicklung nicht umkehren könne, schließt der Artikel mit folgender inhaltsschwerer Aussage: Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet.

sparkassenverband

Insofern hat die kriegsvorbereitende mediale Berichterstattung gegen Rußland schon Sinn und Verstand, sie war nach 1891 zwei Mal erfolgreich, 1914 und 1939.

Der Schriftsteller Michael Ende meinte bereits 1992
»Ich glaube, daß wir in unserem Geldsystem eine Art karzinombildendes Element haben, was unsere Wirtschaft fortwährend krank macht … Meiner Meinung nach kann dieses Geldsystem nur dadurch funktionieren, daß es immer wieder zusammenbricht und dann immer wieder von vorn begonnen wird. Diese Zusammenbrüche nennt man dann Kriege oder Wirtschaftskatastrophen oder Inflationen, je nachdem, aber das bedeutet eigentlich nur, daß dieses System in sich selbst kein Regulativ hat, was zu einer vernünftigen Eindämmung führen würde … «

Die neugewählte oberste Staatsanwältin der autonomen Republik Krim nennt die vom Westen finanzierten Putschisten „Nazis“ und schwört auf dieser Pressekonferenz, sich stattdessen für die Interessen ihres Volkes einzusetzen und Verbrechen zu ahnden.

Und hier haben die Montagsdemo-Aktivisten ein Video hochgeladen, das zwar sehr vereinfacht, aber anregt, darüber nachzudenken, ob nicht systemische Zusammenhänge des Geldsystems uns immer wieder in Kriege führt.

Die Kronen-Zeitung frohlockt schon und bereitet uns medial auf das Geplante vor:

kronenzeitung

 

 

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4 Antworten zu Montags-Demos 2014 und das Geldsystem

  1. Martin Bartonitz schreibt:

    Danke für die wichtigen Fakten. Ich hatte meinen Blog begonnen, da ich ahnte, dass in Bezug auf unsere immer anziehendere Finanzkrise ein großer Betrug unterwegs ist und hatte reichlich gesammel:
    Alles was wir über die Finanzkrise und das fehlerhafte Geldsystem wissen sollten und können …

    • Kurator schreibt:

      Es ist schon ein irres Statement kognitiver Dissonanz, das Du damit abgibst. Gefühlte 100.000 Links zu „man müßte und sollte doch eigentlich irgendwie das Geldsystem verstehen und irgendwie ändern“, darunter auch vor zehn Jahren eingestellte Initiativen. Aber keine Erwähnung des Rheingolds, das auf praktischem Wege konkret den Zins überwindet. Das muß man erst mal hinkriegen. Chapeau! 🙂

      • Martin Bartonitz schreibt:

        Hm, ich dachte, ich hätte den Rheingold schon mal irgendwo in meinen Artikeln behandelt, jedenfalls ist er mit nicht unbekannt und als Alternative zum Euro unbedingt Nutzen stiftend. Danke für den Hinweis.

  2. Luigi schreibt:

    Geldschöpfung ist nicht das Problem, sondern das hortbare Geld.
    Mit hortbare Geld ist es egal, von wem es geschöpft wird. Den Zins bekommt man dadurch nicht in den Griff. Ich empfehle dazu die Schriften von Silvio Gesell.

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