Fritz Lang und das Geldsystem

Fritz Lang, der nun 111 Jahre alt geworden wäre, hat bemerkenswerte Filme geschaffen, die trotz ihres Alters sogar heute noch Zahlungssystem-Firmen wie VISA inspirieren (wir berichteten hier). Metropolis hätte Fritz Lang fast zum persönlichen Assistenten von Joseph Goebbels gemacht, wenn er nicht stattdessen dem Ruf HolyWoods gefolgt wäre.

Prof. Bernard A. Lietaer war der Chef der Zentralbank Belgiens und federführend bei der Einführung des ECU, dem Vorläufer des Euro.


Professor Bernard A. Lietaer

Er hat sich intensiv mit dem Geldsystem beschäftigt und kommt zu folgendem Schluß:

„Während in Wirtschaftsfachbüchern behauptet wird, daß Menschen und Firmen für mehr Weltmarktanteile und Rohstoffe im Wettbewerb stehen, behauptet Bernard Lietaer, daß sie in Wirklichkeit für höhere Profite kämpfen und Weltmarktanteile und Rohstoffe nur dafür benutzen. Gier und die Angst vor Knappheit werden für Bernard Lietaer durch das jetzt praktizierte Geldsystem ständig erzeugt und vergrößert.“

Nimmt es denn dann Wunder, wenn in der finalen Phase des alten Geldsystems die Angst vor dem ewigen Terror ausgerufen wird? Fritz Lang, der sich in den okkulten Ritualen der Freimaurer auskannte und diese in seinen frühen Filmen beredt zum Besten gab, zeigt hier, wie sich nach Langs Meinung „Terror“ in unserer Welt konkretisiert. Trotz der wenigen technischen Möglichkeiten, die Filmeschaffenden seinerzeit zur Verfügung standen, eine ästhetische Meisterleistung:

PS: Wie gerufen kommt das ehemalige Nachrichtenmagazin Fritz Lang zu Hilfe. Die „mächtigen“ überstaatlichen Hedgefonds, so der Spiegel, werden Menschenrechte für das Kapital vor dem Europäischen Gericht für Menschenrechte einklagen. Erfolgreich hätten sie das schon in Südamerika durchgezogen. In den USA gibt es im übrigen Bestrebungen, Menschenrechte auch für Corporations zu erklagen, die dann mit ihrem Lebenszweck, Kapitalrenditen zu erwirtschaften, dem Menschen gleich gestellt sein werden. Wenn das Fritz Lang noch hätte erleben können, daß seine Dr-Mabuse-Vision der Herrschaft Wirklichkeit werden wird. Hier geht es zum Spon bitte hier klicken

Die Spiegel/Hedgefonds Idee, dem Kapital Menschenrechte einzuhauchen, hatten schon vor Jahren andere:

Eine Gruppe von Leuten, die mit spassigen Guerilla-Aktionen zum Geldsystem bekannt wurden. Sie nannte sich die GPI (gesprochen Gippies)

»Es können alle mitmachen, die eine Organisation suchen, die sich von der Umwelt, in der sie agiert, durch keinerlei Grundsätze unterscheidet. Einzige Besonderheit: Wir meinen, dass das Geld denkt.«

Aber ist das, wende ich ein, nicht die abgeschmackteste Spielart der Diskussion um »künstliche Intelligenz«, hat man nicht zu oft gehört, dass Quantencomputer denken werden oder das Internet irgendwann seiner selbst bewusst werden könnte?

»Im Unterschied zu Leuten, die glauben, dass aus dem Internet eine Intelligenz entstehen kann, glauben wir, dass Intelligenz Interesse voraussetzt, Intentionalität. Geld hat das: Es will sich reproduzieren.

Dazu nutzt es die Märkte, den Trading Floor, die Volkswirtschaften, sogar die mathematischen Modelle, die es beschreiben sollen. Sobald jemand ein Modell entwickelt, das die Zirkulation beschreibt, wird wer versuchen, dieses Modell zu instrumentalisieren. Damit Geld zu verdienen. Das wird das Modell zügig obsolet machen, und durch diese stete Selbstkorrektur ist die erste Schicht des Geldbewusstseins, sein primäres Selbstbewusstsein sozusagen, schon bezeichnet.«

Sie liest auf meinem Gesicht, dass ich in diesen Ausführungen eher intellektuelle Arabesken sehe als unmittelbar zwingende Analysen, was immer sie auch Näheres wissen und sagen mag über »self-disturbance« und Feedbackschlaufen. Deshalb bin ich ja auch gar nicht hier, sondern weil die Aktionen der GPI gegen Banken, das Zu-Fall-Bringen einer Biotechfirma meine politische Neugier geweckt haben.

Daher die Gretchenfrage: Stehen Gippies links?

»Nein – das ist ein Missverständnis. Wenn die Linke seit Marx versucht, die Gesellschaft und ihre Ökonomie dem Glück und der Emanzipation der Menschen zur Verfügung zu stellen, stehen wir so weit rechts wie überhaupt möglich.

Wir glauben nicht, was die großen linken Revolutionen geglaubt haben, also die bürgerliche in Frankreich und die sezessionistische in den USA oder die sich als proletarisch auffassende in Russland. Wir teilen nicht deren Idee, dass die Verhältnisse, die der Mensch sich eingerichtet hat, von diesem per Beschluss, Gesellschaftsvertrag, Rätesystem und so fort geändert werden können.

Das Eigengewicht dieser Verhältnisse ist zu groß geworden. Wir erkennen also die gewordene Autonomie der ursprünglich von Menschen gemachten Verhältnisse an. Wir wollen daran nichts mehr verbessern.

Wenn diese Prozesse die Menschen in Schach halten, dann ist das eben so. Wir treiben nur Selbsterhaltung, sehr defensiv.

Deshalb gibt es uns politisch gesehen eigentlich nicht – wir sind eine journalistische Erfindung, ein literarischer Betrug. Informationen über uns sind Halbwahrheiten. Die GPI sieht aus wie eine Ente, quakt wie eine Ente und hat nasse Füße. Also wird sie wohl eine Ente sein.«

Wenn es euch politisch nicht gibt, warum hört man überhaupt von euch, warum machen sich die Leute die Mühe, Gippie-Aktionen zu starten, warum gibst du mir dieses Interview?

»Wir wollen uns dem Geld bemerkbar machen. Ihm klarmachen, dass es sich lohnen könnte, wenn die beiden großen Intelligenzen, die der Planet hervorgebracht hat, miteinander kommunizieren.«

Was sollen die Menschen dem Geld denn mitteilen? »Dass wir es geschaffen haben. Dass es nur unseretwegen existiert.«

Und wieso ist es so wichtig, dass es das weiß?

»Das bringt uns zurück zur GPI als Defensivprojekt. Das Geld ist sehr mächtig, es wird immer klüger, entwickelt sich viel schneller als wir.

Wenn es weiß, dass es uns seine Existenz verdankt, wird es drüber nachdenken, ob es dankbar sein will, ob es einsam sein möchte oder lieber uns als Partner, als Gesprächs-Gegenüber hat.«

Heike W. macht eine Pause, lächelt dann und sagt: »Wenn es darüber erstmal nachdenkt, lässt es uns vielleicht am Leben.«

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3 Antworten zu Fritz Lang und das Geldsystem

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  3. Du bist ES schreibt:

    Der Kampf ums Dasein

    Solange eine fehlerhafte (kapitalistische) Wirtschaftsordnung nicht die Fähigsten sondern die Sparsamsten bevorzugt, befindet sich der Kulturmensch in einem Kampf ums Dasein, der zur Entartung führt und letztlich nicht zu gewinnen ist.

    Da die bisherige kulturelle Entwicklung im Vergleich zur biologischen Entwicklung des Menschen relativ kurz war, beschränken sich die biologischen Schäden auf typische Zivilisationskrankheiten, hauptsächlich verursacht durch Fehlernährung und Bewegungsmangel.

    Die geistigen Schäden, hauptsächlich verursacht durch religiöse Verblendung (künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten), wiegen dagegen schwerer, wenn man bedenkt, dass der kollektive Wahnsinn der Religion die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung, das von dem Propheten Jesus von Nazareth vorhergesagte „Königreich des Vaters“, um fast zwei ganze Jahrtausende hinauszögerte, in der die halbwegs zivilisierte Menschheit zwar immerhin bis zur Erfindung des Transistors (der heute in der größten Stückzahl produzierten technischen Einheit) kam, aber ansonsten geistig verkümmerte.

    Eine zusätzliche und bis heute klaffende Wunde in der geistig-kulturellen Entwicklung des Menschen hinterließ der kollektive Wahnsinn des Marxismus, dessen Begründer, der politische Journalist Karl Marx (1818 – 1883), wohl als das Musterbeispiel eines jener falschen Propheten anzusehen ist, wie sie die Heilige Schrift vorhergesagt hat.

    Kulturhistorisch ist der Marxismus als eine vorhersehbare Angstreaktion zu verstehen, mit der sich der unbewusste Kulturmensch von der Überforderung durch den Privatkapitalismus zu erholen glaubte. Eine irrationale Rückbesinnung auf die vermeintliche Sicherheit des Ursozialismus (Staatskapitalismus), in dem der primitive Kulturmensch sich noch keine eigenen Gedanken um den Sinn seiner individuellen Existenz machen musste. Zwar sind die politischen Exzesse des sogenannten „Kommunismus“, der zwischenzeitlich einen nicht unbedeutenden Teil der Menschheit in der geistigen Entwicklung um Jahrtausende zurückwarf, weitgehend überwunden, aber die globalen Folgeschäden sind durchaus mit denen vergleichbar, die der kollektive Wahnsinn der Religion (hier vor allem die sogenannten „großen Schriftreligionen“, allen voran der Katholizismus) verursachte.

    Während der Katholizismus (entschuldigter Privatkapitalismus) der halbwegs zivilisierten Menschheit zumindest noch einen unfairen wirtschaftlichen Wettbewerb gestattete, in der der einzelne Kulturmensch im Kampf ums Dasein wenigstens seine Individualität wahren konnte, ließ der Marxismus in der breiten Mehrheit aller Zinsverlierer jede Hoffnung auf die Möglichkeit eines selbstbestimmten Lebens schwinden. Der marxistisch Verblendete hat es aufgegeben, sich selbst helfen zu wollen, und ruft entweder nach der Hilfe anderer oder – wenn er sich „ganz besonders wichtig“ machen will – verspricht anderen seine Hilfe, die er niemals geben kann.

    Der kollektive Wahnsinn des Marxismus verwischte den elementaren Gegensatz von Marktwirtschaft und Privatkapitalismus, und trug so auf seine Art dazu bei, die Perversion des Kapitalismus, sogar in der bis auf die Spitze getriebenen Form des Staatskapitalismus, bis hinein ins 21. Jahrhundert zu erhalten.
    Der unbewusste Zinsverlierer ruft heute mehr denn je nach der „hohen Politik“, obwohl er längst wissen müsste, dass allein die Marktwirtschaft (Paradies) allgemeinen Wohlstand, Freiheit und Gerechtigkeit garantiert, sobald wir das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) befreit haben.
    Erst dann wird die Weisheit des folgenden Zitates aus dem dritten Vorwort zur NWO von Silvio Gesell deutlich, das, wie John Maynard Keynes es formulierte, dessen ganze „moralische Höhe“ zeigt:

    „Wie bei allen Lebewesen, so hängt auch das Gedeihen des Menschen in erster Linie davon ab, dass die Auslese nach den Naturgesetzen sich vollzieht. Diese Gesetze aber wollen den Wettstreit. Nur auf dem Wege des Wettbewerbs, der sich überwiegend auf wirtschaftlichem Gebiete abspielt, kann es zur förderlichen Entwicklung, zur Hochzucht kommen. Wer darum die Zuchtgesetze der Natur in ihrer vollen, wundertätigen Wirksamkeit erhalten will, muss die Wirtschaftsordnung darauf anlegen, dass sich der Wettbewerb auch wirklich so abspielt, wie es die Natur will, d. h. mit der von ihr gelieferten Ausrüstung, unter gänzlicher Ausschaltung von Vorrechten. Der Erfolg des Wettstreites muss ausschließlich von angeborenen Eigenschaften bedingt sein, denn nur so wird die Ursache des Erfolgs auf die Nachkommen vererbt und zur allgemeinen Menscheneigenschaft. Nicht dem Geld, nicht verbrieften Vorrechten, sondern der Tüchtigkeit, der Kraft, der Liebe, der Weisheit der Eltern müssen die Kinder ihre Erfolge verdanken. Dann darf man hoffen, dass mit der Zeit die Menschheit von all dem Minderwertigen erlöst werden wird, mit dem die seit Jahrtausenden vom Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht sie belastet hat, dass die Herrschaft den Händen der Bevorrechteten entrissen und die Menschheit unter der Führung der Edelsten den schon lange unterbrochenen Aufstieg zu göttlichen Zielen wieder aufnehmen wird.“

    Insbesondere marxistisch Verblendete haben versucht, dies als „Sozialdarwinismus“ zu diffamieren, obwohl doch gerade der so genannte „Kommunismus“, der niemals etwas anderes sein kann als Staatskapitalismus, dem einzelnen Menschen eben nicht die Freiheit lässt, über sein eigenes Leben zu bestimmen, sondern ihn letztlich zu einer „Arbeitsameise“ degradiert, die sich voll und ganz dem Willen der jeweils Herrschenden unterzuordnen hat.

    Haben wir dagegen die Marktwirtschaft durch eine professionelle Geld- und Bodenordnung vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus befreit, passiert ein Wunder: es gibt keinen „Kampf ums Dasein“ mehr! Denn wenn wir die heute bereits zur Verfügung stehende Technologie in den Dienst des arbeitenden Menschen stellen und nicht wie bisher in den Dienst des nicht arbeitenden Menschen (Zinsgewinnler), erreichen wir fast aus dem Stand eine solche Effizienz, dass der Arbeitsaufwand für den einzelnen Kulturmenschen, um einfach nur selbstbestimmt zu leben, gar nicht mehr als „Aufwand“ empfunden wird.

    Beim heutigen Stand der Technik können selbst mehr als sechs Milliarden Menschen auf diesem
    Planeten, ohne nennenswerten Arbeitsaufwand und ohne die Umwelt zu schädigen, sorgenfrei leben, wenn einfach nur die Arbeitsteilung funktioniert, bzw. diese weder durch den Privatkapitalismus noch durch Beamtenwillkür gestört wird. Beide Störfaktoren sind wie nichtlineare Verzerrungen, die das Leben des einzelnen Kulturmenschen einer Fremdbestimmung unterwerfen, sodass allein der Arbeitsaufwand für das nackte Überleben – und das auch nur von einem Krieg bis zum nächsten – um ein Vielfaches höher ist als in der Natürlichen Wirtschaftsordnung, in der das verzerrungsfreie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage die Makroökonomie auf jeden einzelnen Kulturmenschen so präzise reagieren lässt wie ein audiophiler Hifi-Verstärker auf die kleinste Änderung seines Eingangssignals reagiert! Das ist es, was das wahre Leben in absoluter Gerechtigkeit vom Dahinvegetieren im „Alltag“ systemischer Ungerechtigkeit unterscheidet.

    zitiert aus Stefan Wehmeier – DEWELES

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