Der Königin-Luise-Rheingold-Schein

Einer unserer Rheingolder wünscht sich für sein Rheingold ein Königin Luise Motiv und bat mich, als Kurator des Projekts dazu eine Erläuterung zu geben.

preussischeMadonna

Das ist mir gar nicht leichtgefallen, da mir als politisch links Eingestellter erst einmal zu einer Königin nichts einfällt. Wer war die überhaupt? Wikipedia hilft.

Sie war die Großmutter unseres letzten Kaisers, Königin Preußens zu der Zeit, als der große Freimaurer Napoleon schon einmal die Vision der Abschaffung nationaler, eigenständiger Kulturen durch die Vereinigung Europas durchzusetzen versuchte. Für meinen persönlichen Geschmack allerdings ein wenig zu blutig. Jedoch wäre der Blutzoll der Vereinigung Europas unter dem Symbol Hammer & Sichel, wie ihn der Freimaurer Lenin mit seiner Weltrevolution betrieb, wohl um einiges heftiger abgelaufen. Jetzt stehen wir dank jahrzehntelanger Wühlarbeit einflussreicher Logisten und EU-Vordenker wie Coudenhove-Kalerghi vor einer recht unblutigen Einigung Europas, die -unter dem Zwang der europaweiten Schuldenübernahmen- allen Europäern, die sich fortan innerhalb der EU als wandernde Migranten begreifen dürfen, den Lebensstandard Albaniens sichern wird.

Winston Churchill, der mit Bomber Harris zusammen über Dresden maßgeblich zur Befreiung Deutschlands beigetragen hat, hielt 1946 in Zürich eine von Coudenhove-Kalergis Visionen inspirierte Rede, in der er die Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa“ anregte und dabei die zentralen Forderungen der Paneuropa-Idee aufnahm.

Welches Zitat zu Napoleon wird denn im Zusammenhang unserer Königin Luise erwähnt?

„„Ich habe ihn gesehen, ich habe mit diesem von der Hölle ausgespienen Ungeheuer, das von Beelzebub gebildet wurde, um die Plage der Erde zu werden, gesprochen! […] Nein, niemals habe ich eine härtere Prüfung erfahren …“

Luise musste mit ihrem Gemahl bis nach Memel fliehen, um den Besatzungstruppen Napoleons zu entkommen. Goethe ließ sie im Werther auf Ihrer Flucht vor Napoleon mit den Fingern in die mit Rauhreif belegten Fenster ihrer Hütte schreiben

„Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
Wer nie die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend saß
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte“

Entkräftet starb sie, gerade mal 34-jährig.

Bedeutende Dichter und Schriftsteller der Zeit – Novalis, Kleist, Jean Paul, August Wilhelm Schlegel und andere – huldigten der jungen Königin. Vor allem Novalis, eigentlich Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, erregte Aufsehen mit seinem programmatischen Aufsatz
Glaube und Liebe oder der König und die Königin“,
der im Sommer 1798 erschien. Er hatte seinem Text eine Reihe von Gedichten an das Königspaar vorangestellt. In den anschließenden Prosa-Fragmenten entwarf er das Bild einer Gesellschaft, in der Familie und Staat, Bürgertum und Monarchie durch Glaube und Liebe miteinander verbunden wären. Der König würde das Land reformieren, die Künste und die Wissenschaften fördern. Die Königin wäre in Schönheit, Sittlichkeit und häuslicher Tätigkeit das Identifikationsobjekt für alle Frauen, ihr Porträt sollte in allen Wohnzimmern hängen.

Luise wurde als Garant gesehen, dass wir Deutschen die Hoffnung nicht aufgeben dürfen, unsere Besatzer mit ihren Tributzahlungsforderungen zugunsten überstaatlicher Mächte auch wieder loswerden zu können. Luise starb dafür und Napoleon verlor.

Auf dem Bild oben trägt Königin Luise ihren Sohn Wilhelm auf dem Schoß, der 1871 deutscher Kaiser werden sollte.

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3 Antworten zu Der Königin-Luise-Rheingold-Schein

  1. reinfire schreibt:

    Sehr schön. Wird das dann der zukünftige „Hunni“ ??

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