Augsburger Allgemeine Rheingold läutet die Euro-Dämmerung ein

Aus einer Kritik des Feuilletons der Augsburger Allgemeine: 🙂

Euro als Schaukelpferd in einer Rheingold Inszenierung darzustellen, das ging dem Kulturkritiker mit seinem Euro-Ersparten dann doch zu weit:

„Bloß wohlfeil ist Kriegenburgs kapitalismuskritische Interpretation der Götterdämmerung“: Bilder einer Atom- und Naturkatastrophe im ersten Aufzug werden fortgesetzt durch Bilder einer Luxus-Lebensführung in der Gibichungen-Halle am Rhein (zweiter und dritter Aufzug). Ob da der Münchner Edelkonsumpassage „Fünf Höfe“ ein Denkmal gesetzt wird oder einer beliebigen Shopping-Mail in Düsseldorf: Es bleibt sich gleich. Die verwöhnte, keiner Lust abholde High Society auf der Opernbühne: Dieses Mittel angedeuteter (Publikums-)Spiegelung hat sich verbraucht. Und wenn dann noch das Euro-Zeichen in Klein (als Schaukelpferd) und in Groß (als Tisch- bzw. Laufsteg-Anlage) bemüht wird, dann ist nicht mehr als das aktuelle Klischee bedient. Wer auf den Euro baut, begibt sich eben in die Gefahr, auf Sand zu bauen.“

Haben wir das richtig gelesen? „Wer auf den Euro baut, begibt sich eben in die Gefahr, auf Sand zu bauen“? Hier die Quelle

Rheingold ist ein Kunstprojekt und auf unsere Künstler ist Verlaß. Wer auf Rheingold baut, geht fröhlich einkaufen, auch in Düsseldorfer Shopping-Malls, nix Atomkatastrophe.

Hier das Euro-Schaukelpferd aus der Rheingold-Inszenierung:


The Lady in Red

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