Das alte Geld geht langsam in die Senkrechte

Leider ist vielen Menschen, insbesondere manchen Wirtschaftswissenschaftlern, der Begriff „Exponentialfunktion“ ein Buch mit Sieben Siegeln.

Wie geht eine Exponentialfunktion? Ganz einfach. Stellen Sie sich einen See vor, auf dem Seerosen wachsen. Diese Seerose, anfangs nur ein einziges Exemplar, das verloren auf dem See vor sich hinwächst, verdoppelt sich monatlich. Im Monat Februar haben wir also schon 2 Seerosen, im März bereits 4 Seerosen,  im April bereits 8 Seerosen. Nach 853 Monaten (etwa 71 Jahren) bedecken die Seerosen schon 50% der Wasseroberfläche. Wieviele weitere Monate oder Jahre brauchen die Seerosen, um den ganzen See zu überwuchern?

Wie es bei vielen Wirtschaftswissenschaftlern üblich ist, gelingt denen zwar eine graphische Darstellung, nicht jedoch die dazugehörige logische Schlußfolgerung. Unbekannt scheint es weiterhin zu sein, daß zu Schulden (=Defizite) Gläubiger gehören, wir also nicht nur von einer Explosion der Geldschulden, sondern eher von einer Explosion der Geldvermögen sprechen sollten.

Klar wird aus dieser Graphik auch, daß alle unsinnigen „Wachstumsparolen um jeden Preis“ nicht fruchten, da die Güterproduktion im Wachstum nun einmal nicht auch in die Senkrechte gehen kann wie die gaga-Vermehrung des alten Geldes.

Wir können nun zuwarten, wie diese Kurve brav und folgerichtig in die absolute Senkrechte knallt oder eben Rheingold verwenden, das diesen dem alten Geldsystem inhärenten Fehler nicht aufweist.

Wenn es schon logisch und folgerichtig ist, daß die Güterproduktion, die ja den Kapitaldienst für das exponentielle Kapitalwachstum zu leisten hat, nicht folgen kann, dann ist auch logisch, daß mehr und mehr Leistende spiegelbildlich der vorgeschriebenenen Exponentialkurve nicht entsprechen können, sprich in die Insolvenz, in die Verelendung geraten. Selbstverständlich geht diese Kurve mit in die Senkrechte, wie wir anhand von Spanien nachweisen können:

Wenn wir diese Entwicklung gutheißen möchten, brauchen wir nichts weiter zu tun, als nur und ausschließlich Euro zu verwenden. Glauben wir hingegen, daß diese Entwicklung irgendwie abträglich ist, werden wir additiv zum Euro auch andere Zahlungsmittel wie das Rheingold verwenden. Es liegt an uns.

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3 Antworten zu Das alte Geld geht langsam in die Senkrechte

  1. Pingback: Blog - start-trading.de

  2. Frankura schreibt:

    Geldregen kommt? Da freuen sich alle. Bekommt bloß niemand in seine Brieftasche. Macht ja nix. Einfach nachplappern was aus den Lautsprechern tönt.

  3. Pingback: Projekt 365 – Episode 27 « Instinktive Rohkost in Würzburg

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