krisenfrei.de interviewt Prof. Dr. Wilhelm Hankel zum Euro

Dr. Hankel begann seine Karriere in der Bank Deutscher Länder, dem Vorläufer der Deutschen Bundesbank. Über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wechselte er ins Auswärtige Amt, wo er Direktor der Abteilung Volkswirtschaft war, bis er von Prof. Karl Schiller (seinerzeit Wirtschafts- und Finanzminister) zum Leiter der Abteilung Geld und Kredit berufen wurde. Dr. Hankel ist ein entschiedener Kritiker des fehlkonzipierten Euro.


Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Der Rheingold-Blogger Dieter Sordon von krisenfrei.de hat Herrn Dr. Hankel jetzt interviewt:

Zitat:
Frage:
„Müssen wir in den nächsten Jahren mit einer massiven Inflation oder sogar mit einer Hyperinflation rechnen?

Prof. Dr. Hankel
Mit Inflation und Deflation gleichzeitig, einer sog. Stagflation. Zur Zeit findet die Inflation an den Kapitalmärkten („asset inflation“), die Deflation an den Arbeitsmärkten fast aller Euroländer statt, mit Ausnahme Deutschlands, der Niederlande, Luxemburgs und der skandinavischen Länder. Solange Deutschland zahlt, hält es diese Schulden-Union zusammen. Das Ende der Euro-Union kommt, entweder wenn die Schuldenländer beschließen, ihre Arbeitslosigkeit mit eigener Währung und eigenen Programmen zu bekämpfen, was sie sollten – oder wenn Deutschland nicht mehr zahlt: der Bankier selber Konkurs anmelden muss.“

Das ganze Interview als pdf: bitte hier klicken

Krisenfrei.de hat nun auch seinen eigenen Rheingold-Schein beigesteuert. Hier ist er bereits zu sehen:

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Eine Antwort zu krisenfrei.de interviewt Prof. Dr. Wilhelm Hankel zum Euro

  1. krisenfrei schreibt:

    Danke Rheingold, dass Sie in Ihrem Blog auf dieses Interview hinweisen.
    Herr Prof. Dr. Wilhelm Hankel ist weltweit ein anerkannter Währungsexperte – nur leider nicht in Täuschland. Die NULLAHNUNGS-Politiker (Dummschwätzer) verweigern allzugern Expertenrat. Prof. Hankel sagt es selbst: „Man muss sie nur abwählen.“

    Aufschlussreich fand ich auch diese Antwort:
    „Nicht die deutsche Wirtschaft brummt, die deutsche Exportindustrie, doch nicht in Euroland, sondern draußen in der Welt. Der Exportanteil der Euroländer ist mit +/- 40 Prozent seit der Euro-Einführung konstant. Opfer der Euro-Politik ist der deutsche Mittelstand – er stellt mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze. Er zahlt die höchsten Zinsen, denn die Banken bürden ihm ihre hohen Euro-Rückstellungen und Kreditausfälle auf. Und er leidet unter der Stagnation der Binnen-Nachfrage darunter, dass seit der Euro-Einführung die Masseneinkommen auf der Stelle treten, während die Gewinne (besonders im Finanzsektor) explodieren. Gewerkschaften wie Mittelstandspolitiker versagen als Interessenverteter kläglich – vermutlich weil sie Euroblind sind und die volkswirtschaftlichen Konsequenzen einer nicht-mehr-nationalen Währung nicht duchschauen.“

    Daran sieht man, wie die System-Medien uns belügen und die Gewerkschaften zahnlose Tiger sind, die hinter der Lobby und der Regierung stehen und ihre Hintern gerne in den Aufsichtsräten ausruhen und nur auf ihre Vergütungen aus sind.
    Die Devise heißt nur noch: Abkassieren, wo es nur geht. Die arbeitende Bevölkerung, die immer weniger in der Tasche hat, bleibt dabei auf der Strecke.

    Dazu Bill Bonner:
    „1965 erhielten die US-Vorstandsvorsitzenden das 24fache des durchschnittlichen Gehalts eines Arbeiters. In den nächsten 25 Jahren stieg dieses Verhältnis auf das 70fache. Dann explodierte es im Jahr 2000 auf das 299fache, und auf das 325fache heute.“

    So sieht’s leider aus!

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