Rheingolder Professor Hörmann zu Gold als Geld

Professor Franz Hörmann lehrt an der Wirtschaftsuniversität Wien und läßt sich hier so zitieren:

„Die politischen Eliten müssen auf jeden Fall verhindern, dass die Bevölkerung das Geldsystem versteht, denn durch die Einführung eines anderen Geldsystems würden diese kleinen Gruppen ihre Machtstellung als Elite verlieren.

Ein demokratisches Geldsystem, welches z.B. auf Leistung und nicht auf Eigentum und Erbschaft beruht, würde auch zu einer verbesserten menschlichen Evolution führen, da Menschen dann für neue und verbesserte persönliche Fähigkeiten belohnt würden und nicht für Einheirat, Betrug oder Gattenmord.“

Rheingold ist ein Geldsystem, das auf Leistung und nicht auf Eigentum beruht, es ist demokratisch, da es sich dezentral selber verwaltet und jeder sein Rheingold selber schöpft und mit seiner Leistung deckt.

Gold hält Prof. Hörmann berechtigterweise für ein totes Material:

„Doch auch aus Sicht der menschlichen Entwicklung wäre ein Goldstandard ein Rückschritt, da dabei wieder ein “Wert” einem knappen Material (nämlich Gold) zugeschrieben wird, anstatt menschlichen Leistungen bzw. Fähigkeiten.“

Leider plädieren selbst diejenigen, die sich intensiver mit dem Geldsystem beschäftigen, häufig für einen Goldstandard des Geldes. Ein weiterer Hinweis, daß die These „die Leute verstehen das Geldsystem nicht“ wohl richtig ist.

Hier das ganze Interview: http://www.larsschall.com/2011/07/22/gold-ist-totes-material/

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5 Antworten zu Rheingolder Professor Hörmann zu Gold als Geld

  1. Dr. Henning Witte schreibt:

    Geld muss (nur) durch Arbeit gedeckt sein, denn Geld ist die Gegenleistung für Arbeit, die von allen akzeptiert wird. Siehe hierzu die komplette Finanzreform der Wissen Wirtschaftsschule:
    http://bewusst.tv/2011/06/neues-geldsystem/
    und
    http://www.whitetv.se/sv/white-school-of-economics.html?start=5
    (ganz unten auf der Seite kann der deutsche Text heruntergeladen werden.

    • Michael schreibt:

      Hab da mal ’ne Frage:

      was geschieht eigentlich in dem System des leistungsgedeckten Geldes (Rheingold z.B.) mit Menschen, die – aus welchen Gründen immer – nicht leistungsfähig sind, also Menschen, die keine Leistung erbringen und folglich kein Geld schöpfen können?

      Müssen die ohne Geld ihr Leben darben? Leben die von Almosen gar?

  2. Stefan Reintjes schreibt:

    Wieso kann man in deren Shop eigentlich nur und ausschließlich mit Euro bezahlen? Da ist kein Hinweis das man z.B. auch mit Rheingold dort bezahlen kann.

  3. Goldkäfer schreibt:

    Aha, Geldeinheit Stunden, nicht mehr kg oder „Schall-und-Rauch“.
    Und wer legt den Wert von Arbeit fest ?
    Welche Arbeit ist wertiger ?
    Was wenn ich meine Arbeit wertvoller bewerte als andere ?

    Politiker 1 Std. = 1000 points, Brunnenputzer = 1 point

    Bei Hörmann legt „irgendwer“ „irgendwie“ den Geldwert fest.
    Er glaubt felsenfest an das System Staat. Und damit an das Gegenteil von persönlicher Freiheit und Verantwortung.
    Staat ist Zwang, daran ändern alle guten Vorsätze nichts.

    Das staatliche Geldmonopol ist ein gigantischer Betrug.
    Privatgeld würde diesen Betrug beenden, keine Frage.

    Rheingold. Welches Eigentum steckt dahinter ? Gar keines.
    Eine rein auf Vertrauen basierende Währung.
    Im Kleinen wunderbar, im Großen zum Scheitern verurteilt, da ungedeckt und reines Versprechen. Versprechen werden alle gebrochen, immer! Das ist nur eine Frage der Zeit.

    Leute versteht endlich: Jedes Geld, das nicht materiell also durch handfeste Sachwerte gedeckt ist, hat gigantische Nachteile:

    1.) Es ist beliebig vermehrbar (Mißbrauch und Verschwendung durch Politiker, v.a. Sozis und Grüne; ständige Inflationierung und Entwertung)

    2.) wenn der Schuldner pleite geht, sind alle Guthaben futsch

    3.) der Herstellungsbefugte des Geldes betrügt den Nichtherstellungsbefugten, weil er eine Leistung erhält ohne selbst etwas zu leisten.

    Geld durch Arbeit gedeckt.
    Und was ist, wenn die Leute streiken oder frühzeitig ableben ?
    Das ist der Wert futsch.

    Ungedecktes Geld, das nur auf Vertrauen basiert, kann immer nur eine Zeit lange funktionieren. Je weniger Staat und Zentralbanken in den Markt eingreifen, umso länger.

    90% aller Jobs hängen heute am Staat. Man macht seit 61 Jahren Inflation. Gibt ständig mehr aus, als man einnimmt. Hier liegen die Probleme: Mehr Privatwirtschaft, Deflation zulassen und Verbot aller staatlicher Schulden wären die Lösung.

  4. Pingback: Anonymous

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