Deutschlandradio berichtet über das Rheingold

Im Kölner Café Central kann man mit der Komplementärwährung Rheingold bezahlen. Das Rheingold existiert seit vier Jahren und wird jetzt auch im benachbarten Chelsea Hotel akzeptiert.

Agnes Gruber ist die Geschäftsführerin des Café Central. In ihrem Café sitzen auch Jost Reinert, Mitinitiator von Rheingold und die Künstlerin Sonja Kling, die ihre Gage in Rheingold akzeptiert. Das tun auch viele Künstlerkollegen aus dem Rheinland, oder auch Bäcker, Taxifahrer, Autoren, Reformhäuser usw.

Jost Reinert: „Hier haben wir eigentlich einen Leistungsträger, der die Leistung von uns von A nach B hin- und hertransportiert, als in sich wertloses Tauschmittel, also ein Schein, der sich ständig verwandeln kann: Mal in ein leckeres Eis, mal in ein schön gezapftes Pils, mal in eine Aufführung einer Kabarettistin, mal in einen ganz klugen Text – egal was. Er wandelt sich ständig von einer stofflichen Form in die andere.“

Sonja Kling: „Das Ausgeben ist der Witz, und das ist so ein Irrtum bei Geld, dass man immer denkt: Geld, was rumliegt, würde irgend einen Wert schaffen. Tut’s nie. Weil Leute sitzen rum und sind arbeitslos und können nicht arbeiten, weil irgendjemand denkt, man muss das Geld sparen oder man hat Schulden und darf deshalb kein Geld ausgeben, also es ist genau das Pferd von hinten aufgezäumt.“

Interessant dabei auch die Stellungnahme des Dr. Thomas Ruster, Professor für katholische Theologie an der Universität Dortmund.

Thomas Ruster: „Die biblische Ökonomie ist in allen biblischen Gesetzeswerken, die wir haben, als eine zinsfreie Wirtschaft gekennzeichnet, ganz eindeutig. Und das hat auch einen religiösen Grund, denn der Zins lässt das Geld immer weiter wachsen, also ist auf Unendlichkeit programmiert, aber es kann nichts außer Gott unendlich sein. Also, jeder Versuch auf Erden, der etwas schafft, was der Unendlichkeit Gottes gleichkommt, und sei es nur das unendlich wachsende Kapital, ist ein Angriff auf Gott, und aus diesem Grunde ist die Bibel ganz konkret gegen das Nehmen von Zinsen.“

Hier geht es zur Textmitschrift der Radiosendung: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1291836/

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Eine Antwort zu Deutschlandradio berichtet über das Rheingold

  1. WiKa schreibt:

    Hier noch zwei zum Thema passende Links:

    1) wie das mit der Selbstvermehrung des Geldes rechnerisch funktioniert und wie man es zur besseren Betrachtung einmal visualisiert >>> „Jesus sein €-Cent und dem Mammon sein Renditeziel“ http://qpress.de/2010/07/23/jesus-euro-cent-vs-mammon-renditeziel/

    2) eine kleine Replik zur Volksausbeute, die uns ja unter diversen Begriffen bereits bekannt ist und unmittelbar mit der sogenannten „Werktätigkeit“ des Geldes zusammenhängt und nur ein einziges Ziel verfolgt … die stete und eigenständige Vermehrung des Vermögens in den Händen weniger, wobei eben das Zinseszinssystem nicht verzichtbar ist >>> „Die Optimeirung der Volksausbeute“ http://qpress.de/2010/11/02/optimierung-der-volksausbeute/

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